Runder Tisch am Walderlebniszentrum Soonwald

Liebe Mitglieder des FUV RLP,

trotz einiger Schwierigkeiten im Vorfeld hinsichtlich der Kommunikation zwischen Landesforsten und unserem Vorstand (Walter Raskop berichtete im letzten Dienstleister) und einer recht kurzfristigen offiziellen Einladung sind wir dieser gefolgt. Der letzte runde Tisch fand somit am 13. März am Walderlebniszentrum Soonwald statt.

Als Nachfolger für Herrn Schimper stellte sich Herr Urmes vor, die Arbeit von Herrn Weis führt in Zukunft Herr Zwick fort. Angesprochen auf die Abstimmungsprobleme der letzten Zeit sicherte man uns zu, dass man an einer guten Zusammenarbeit festhalten und die Kommunikation zwischen LF und FUV verbessern möchte.

Anschließend ging man noch einmal die Änderungen der AGB´s durch, welche ich bereits im vorletzten Dienstleister vorgestellt habe. Die neuen AGB´s traten am 1. Mai in Kraft.

Ein von Landesforsten vorgebrachter Tagesordnungspunkt war das Thema „Sicherheitskultur“. Damit ist gemeint, dass man die Unfallzahlen weiterhin verringern möchte, indem man nicht noch mehr Verbote verhängt, sondern gute Arbeitsmethoden positiv hervorhebt und gegebenenfalls Verbesserungspotenziale aufzeigt. Sofern es gewünscht wird, möchte man dieses Fortbildungsangebot auch für Forstunternehmen anbieten. In diesem Zusammenhang möchte man uns dieses System beim nächsten Zusammentreffen vorstellen. Des Weiteren soll uns dann auch ein konkreter Ausbildungsplan zur Fortbildung „Jungbestandspflege“ präsentiert werden, nach deren Absolvierung die Unternehmer sich auf entsprechende Ausschreibungen bewerben können.

Aus aktuellem Anlass diskutierte man im Anschluss die angespannte Kalamitätensituation im Land, welche in Form von starken Dürreschäden, massivem Käferbefall und Windwurf weithin sichtbar ist. Es stellte sich für uns jedoch so dar, dass man auf Auftraggeberseite keinen konkreten Plan zur Bewältigung dieser Probleme hat – stattdessen will man mehrere Wege gehen. Dazu gehört der Vorschlag, dass Soldaten der Bundeswehr frisches Holz in Handarbeit entrinden sollen, außerdem die Errichtung von Nass- und gegebenenfalls auch Trockenlagern sowie die Prüfung der Möglichkeit, das Sonntagsfahrverbot für LKW vorrübergehend auszusetzen, um der Lage Herr zu werden.

Es bleibt abzuwarten, inwieweit sich diese Ansätze als praktikabel erweisen. Als weiteres Mittel möchte man den Einsatz von Entrindungsköpfen testen und es wurde ein Zuschlag in Höhe von 5,00 Euro vereinbart.
Allerdings konnte man uns keine konkrete Mengenzusage machen, sodass wir offiziell keine Kaufempfehlung aussprechen können (siehe Rundschreiben vom VdAW). Aber da wir an der Sache weiter dran bleiben möchten, haben wir für die Mitgliederversammlung am 28. Mai ge-
plant, uns die sogenannten „debarking heads“ im Einsatz anzuschauen und anschließend die Sinnhaftigkeit zu diskutieren.

Gerne hätten wir den Sortenzuschlag wie früher wiederhergestellt (d.h. den Zuschlag auf die Gesamtmasse) oder eine andere Regelung gefunden, bei der es z.B. einen höheren Zuschlag für die 4. Sorte gibt, allerdings konnte man diesbezüglich keine Einigung erzielen. Es ist jedoch vereinbart worden, dieses Thema in einer Arbeitsgruppe z. B. anhand von Fallbeispielen auszuarbeiten. Konkret wurde allerdings bereits festgelegt, dass die Begrenzung in der mm Aufarbeitung auf 9 Sorten gestrichen ist!

Abschließend kam man noch einmal auf die Leistungsbeschreibung zu sprechen. Unsere Forderung, für die Baustelleneinrichtung, Wegeräumung etc. eine separate Preismatrix zu erstellen, wies man als zu kompliziert in der Auswertung zurück. Stattdessen soll erhöhter, vorher nicht definierter Aufwand nachverhandelt bzw. über ZL abgegolten werden. Soviel dazu.

Es würde mich freuen, wenn der eine oder andere Unternehmer trotz der momentan mancherorts doch sehr chaotischen Situation die Zeit finden würde, zur Mitgliederversammlung zu kommen!

Herzliche Grüße, Ihr
Axel Podlech,

FUV-RLP e.V.

2019-12-05T10:26:51+00:00Mittwoch, 13. März 2019|
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