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Archiv 2010
Ankündigung zur Mitgliederversammlung

am Donnerstag, den 30. Dezember 2010 in Rheinböllen, Landhaus Ebert
(Nähe BAB A 61 - AS Rheinböllen).

Laden Sie sich hier die Einladung zur Mitgliederversammlung runter.

Gäste sind herzlich willkommen.

Mit freundlichen Grüßen

Der geschäftsführende Vorstand
Reinhard Michel, Vorsitzender




Lagerung von Holz im Wald


Sehr geehrte Damen und Herren,

aufgrund des derzeit hohen Waldlagers an Rundholz möchte ich Sie für die hohen potentiellen Gefährdungen sensibilisieren, die bei der Lagerung von Rundholz ausgehen können.

Holzlager sind fachgerecht und sicher anzulegen. Von Ihnen dürfen weder Gefahren für Betriebangehörige noch für Waldbesucher ausgehen. In diesem Zusammenhang ist auch die „Regel Waldarbeiten“ (BGR/GUV-R 2114 Juni 2009, Nr. 3.2.11 Errichten und Besteigen von Poltern) zu beachten. Danach sind Polter so zu errichten, zu erhalten und bei der Verladung so abzutragen, dass Personen durch herabfallende oder wegrollende Teile nicht gefährdet werden können. Die strikte Einhaltung dieser Vorschrift dient zugleich dem Schutz der Waldbesucher.

Waldbesucher sind sich der von lagerndem Holz ausgehenden Gefahr meist nicht bewusst. Der waldbesitzerseitige Genehmigungsvorbehalt für das Betreten forstbetrieblicher Einrichtungen gem.
§ 22 Abs. 4 Nr. 6 Landeswaldgesetz (hierzu gehören auch Holzpolter, für die eine solche Genehmigung grundsätzlich nicht in Betracht kommt) ist im Regelfall nicht bekannt.

Daher sollen zukünftig im Staatswald keine Holzpolter mehr in unmittelbarer Nähe von Waldkindergärten, Walderlebniszentren sowie offiziell ausgewiesenen und stark frequentierten Waldspielplätzen, Waldparkplätzen, Rast- oder Grillplätzen etc. angelegt werden. Der Mindestabstand beträgt in der Regel 100 m.

Ein wirksames Mittel der Unfallvermeidung ist Aufklärung und Information. Daher bitte ich Sie, die Sicherheit bei der Holzlagerung zum Gegenstand einer Mitarbeiterbesprechung zu machen und das Thema anlässlich der nächsten Betriebs- bzw. Personalversammlung anzusprechen und zu dokumentieren. Der Sensibilisierung und stichprobenartigen überprüfung der mit der Holzlagerung beauftragten Unternehmen (Holzrücker und Holztransporteure) und der Betriebsangehörigen kommt in diesem Zusammenhang eine besondere Bedeutung zu.

Gegenüber Waldbesuchern ist überdies jede geeignete Möglichkeit zur Aufklärung über die von lagerndem Holz ausgehenden Gefahren zu nutzen. Hierzu zählen vor allem mündliche und ggf. schriftliche Hinweise im Zusammenhang mit Waldführungen und anderen Waldveranstaltungen, anlassbezogene Veröffentlichungen in der örtlichen Presse und ggf. Informationen an geeigneten, stark frequentierten Waldorten, an denen Holz gelagert wird.

Eine Beschilderung bzw. Beschriftung der Polter z.B. mit der Aufschrift „Lebensgefahr, Betreten verboten“ befreit grundsätzlich nicht von einer Haftung im Schadensfall.

Im Bezug auf die Polterung und Lagerung von entrindetem Stammholz sind die Risiken noch höher. Je nach der Gefährdungsbeurteilung sind hier ggf. besondere Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen.

Ich verweise nochmals auf das Schreiben der Z.d.F. vom 1.02.2005, AZ 54J-6204 (eingestellt im ForstNET unter Wissensbereich/Recht/ Verkehrssicherungspflicht im Wald/ 03 einzelne Sachthemen/Holzlagerung an öffentlichen Straßen). Dort sind Regelungen zur Holzpolterung entlang klassifizierter Straßen getroffen.

Mit freundlichen Grüßen

Im Auftrag Jürgen Weis, Landesforsten Rheinland Pfalz




Delegiertenversammlung

Hannover, Kronsberg-Hotel (30539 Hannover, Gut Kronsberg 1)
am Samstag den 23. Oktober 2010
Am Messeschnellweg hinter der ARAL-Tankstelle, Ostseite.

www.kronsberg.bestwestern.de
siehe: Lage / Umfeld




Die Führungskrise der Forstbetriebe ist mitverantwortlich für Bodenschäden und mangelnden Umweltschutz

aktuellesDer Umwelt- und Bodenschutz ist zur Zeit das große Thema. Der Fokus bei der Diskussion um Bodenschäden bei der Waldarbeit liegt dabei in erster Linie auf den Forstmaschinen, also auf den Forstunternehmern.

Das Problem ist aber weniger die Technik – hier steht ein breites Angebot zur Verfügung, welches allen Anforderungen genügt. Vielmehr ist die forstpolitische Entwicklung Ursache des Problems: die ständigen organisatorischen Veränderungen der Forstverwaltungen, der global ausgerichtete Holzmarkt und die damit verbundenen organisatorischen Zwänge. Es hat sich eine Hektik entwickelt, die dem Bodenschutz zuwider läuft.

Wenn Umwelt- und Bodenschutz Priorität genießen sollen, dann müssen sich Holzernte und Rückung einer nachhaltigen Bewirtschaftung anpassen, ganz klar. Sie müssen aber fair mit den Partnern umgesetzt werden und dürfen nicht durch Lieferermine und Hetze unter Druck geraten. Die Politik hat zwar die Forstverwaltungen privatisiert und nach betriebswirtschaftlich Gesichtspunkten neu organisiert, doch sind die Beamten geblieben und die verhalten sich auch mehrheitlich noch so, zumindest auf Ebene der Forstämter. Die neuen Hierarchien haben sich noch nicht eingespielt. Was von "oben" kommt, wird noch lange nicht eins zu eins umgesetzt. Nein, man bastelt sich so seine eigenen Arbeitsaufträge und Vergabewerke zusammen. Selbstverständlich nach VOL, wie immer betont wird. Zwar ist die Zusammenarbeit der Forstunternehmerverbände mit der Verwaltung der Forstbetriebe in der Regel gut und konstruktiv. An der Umsetzungen z.B. der Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) und der Betriebsanweisungen (BA) auf Forstamtsebene hapert aber es gewaltig. Zwei Beispielen aus Niedersachsen und Rheinland-Pfalz sollen das Problem exemplarisch verdeutlichen.

Niedersachsen

Für die Angebotsabgabe bei einem großen Niedersächsischen Forstamt muss ein Fragebogen ausgefüllt beigefügt werden, deren Fragen schon allein jede Ernsthaftigkeit vermissen lässt (Abb. 1). Da wird beispielsweise nach der Zertifizierung gefragt, obwohl Forstunternehmer laut AGB in den Niedersächsischen Landesforsten (NLF) sowieso nur dann einen Auftrag erhalten, wenn sie nach RAL oder DFSZ zertifiziert sind. Genauso erübrigt sich auch die Frage nach der Verwendung von Bio-Öl: Das hat verwendet zu werden! Das ergibt sich wiederum aus der PEFC-Zertifizierung aus den AGB und den Unternehmer-Zertifikaten.

Und so geht das weiter: Da wird nach dem Jahr der FPA-Prüfung des einzusetzenden Maschinentyps gefragt. Es dürfte aber doch hinlänglich bekannt sein, dass die FPA-Prüfung zwar gewünscht, aber nicht zwingend verlangt werden kann. Denn das wäre ein Eingriff in den so hochgelobten freien Markt. Es gibt zudem Hersteller, die ihre Maschinen generell nicht, oder nur zum Teil vom KWF prüfen lassen, ohne dass diese den FPA-geprüften Maschinen technisch unterlegen wären. Abgesehen davon sind ältere FPA-geprüfte Forstmaschinen verpönt. Wie heißt es in den Vergabeunterlagen so schön: "Falls neue Maschinen hinzukommen, sind diese unverzüglich dem Auftraggeber auf diesem ausgefüllten Vordruck dem Forstamt anzuzeigen." Allein dieser Ton schreckt ab, Kommando-Ton statt Partnerschaft.

Dann: "Es sind nur Forstspezialschlepper/ Kombinationsmaschinen zulässig!" Das ist ein Rückfall in Jahre vor Bildung der NLF AöR. Die Sache war geklärt. Im Nachbarforstamt werden seltsamerweise die bäuerlichen Rücker bevorzugt, weil diese mit leichten landwirtschaftlichen Schleppern arbeiten, weil die keine Bodenschäden verursachen (?), und weil das dortige Forstamt die Flexibilität dieser Klientel schätzt, die auch Sonnabends und Sonntags zur Verfügung zu steht.

Rheinland-Pfalz

In Rheinland-Pfalz hat ein staatliches Forstamt Handlungsweisen für den Unternehmer in einem Merkblatt heraus gegeben. Darin wimmelt es nur so von Widersprüchen. Nach einer bombastischen Einleitung wird – nach Anordnung – sogar eine Stichgassenbefahrung für zulässig erklärt. Unmöglich, da dies eindeutig gegen die PEFC-Standards verstößt.

Weiter ist die technische Befahrbarkeit zu erhalten. "Die Rückearbeiten sind seitens des Unternehmers einzustellen, sobald die Erhaltung der technischen Befahrbarkeit gefährdet ist! (Deutliche Eintiefung > 10 cm, Beginn der plastischen Verformung und/oder beginnende Randaufwölbung)"!!! Verdeutlich werden diese Zustände durch Bilder aus dem Merkblatt Nr. 22 der LWF Bayern. Bei einem solchen Wirrwarr von fachlichen und begrifflichen Widersprüchen, bleibt einem der Atem weg.

Schon die Verwendung dieses Begriffes "technische Befahrbarkeit" wirft Rätsel auf. Dieser Begriff hat in fünf langen PEFC-Jahren 2005–2010 viel Unheil kaschiert. Bodenschutzspezialisten haben jetzt daraus verharmlosend "forsttechnische Befahrbarkeit" gemacht. Tolle Leistung! Ich habe immer wieder den Vorschlag gemacht, von einer waldpfleglichen Befahrbarkeit zu sprechen Das wurde überhört, klar, wenn man berücksichtig, wer der Erfinder dieser Wortschöpfung ist.

Fazit

Die vielen Widersprüche bei der Auftragsvergabe und die mangelhaften, oft fehlenden Leistungsbeschreibungen verunsichern die Forstunternehmer und vergiften die Partnerschaft zwischen Waldbesitz und Forstunternehmern. Es fehlt offensichtlich schlicht und einfach an Führung. Ansonsten müssten sich die Forstämter an Betriebsanweisungen und AGB halten. Die überschüssigen Kräfte könnten dann in die Partnerschaft, sprich in ein gutes Verhältnis zu den Forstunternehmern investiert werden. Es gibt dazu Gott sei Dank gute Beispiele.

Der Umwelt- und Bodenschutz ist möglich durch den Abbau des künstlich erzeugten Wettbewerbs auf allen forstlichen Ebenen. Der Deutsche Forstunternehmerverband (DFUV) fordert daher die Abschaffung der derzeitigen Vergabeformen und eine Rückbesinnung auf das ehrliche Revierförstersystem. Nicht ein missverstandener, neoliberaler Wettbewerb sollte Richtschnur des Zusammenwirkens sein, sondern die Nachhaltigkeit in bester forstlicher Tradition.

Lasst wieder die Praktiker ran!

Hans-Jürgen Narjes




Stellungnahme zum Bodenschutz

aktuelles_05Der DFUV verpflichtet seine Mitgliedsunternehmen zur waldpfleglichen Holzernte und Holzbringung bei konsequenter Einhaltung der deutschen Zertifizierungs-Standards und den jeweils gültigen zwischen den Forstunternehmerverbänden und den Betriebsleitungen der Forstbetriebe der Bundesländer vereinbarten Vergabe-Kriterien. Besondere Maßnahmen für Umwelt- und Bodenschutz verursachen den Forstunternehmen zusätzliche Kosten. Diese Mehrkosten sind vom Auftraggeber zu tragen.




  • Es wird qualifiziertes Personal zu tariflichen Bedingungen und geeignete Arbeitsverfahren und Forsttechnik eingesetzt.
  • Über einem Steigungsverhältnis von über 45 % wird kein Kurzholzverfahren mehr verwendet, sondern entsprechende Seilkranverfahren.
  • Der DFUV erwartet die eins-zu-eins-Umsetzung der jeweiligen Vereinbarungen auf Landesebene zwischen den FU-Landesverbänden und den Betriebsleitungen der Forstbetriebe auf das wirtschafteten Forstamt / Revier/ den Forstbezirk.
  • Der Mehraufwand für die Berücksichtigung von Umwelt- und Bodenschutzmaßnahmen wird entsprechend des Schwierigkeitsgrades und des Mehraufwandes zusätzlich vergütet.
  • Das Aufziehen von Traktionsbändern (auch günstiger Witterung) ist nicht Teil der Leistungsbeschreibung und muss zusätzlich vergütet werden.
  • Die jeweilige Leistungsbeschreibung zur Angebotsabgabe muss präzise, detailliert und umfangreich auf den jeweiligen Auftrag bezogen , formuliert sein. (z.B. Abt./Jagen, BHD/Stückmasse, Entnahmemenge, Sortierung, Feinerschließung; RG-System, Auszeichnung usw.) Diese bezieht sich auf normale Verhältnisse.
  • Danach wird gemäß nach Faktor 1-5 der jeweilige zusätzliche Bodenschutz- Zuschlag auf den erteilten Angebotspreis zwischen Forstunternehmer und Forstamt/ Revierförster frei vereinbart und Bestandteil des Gesamtpreises der Dienstleistung auf der zu bearbeiteten Fläche:

    • Faktor 1 - 10 %
      Faktor 2 - 20 %
      Faktor 3 - 30 %
      Faktor 4 - 40 %
      Faktor 5 - 50 %

  • Bei Abbruch der Holzernte- und Rückearbeiten durch schlechte Witterung sind Ausweichflächen bereit zu stellen. Kann das nicht gewährleistet werden, stehen dem Forstunternehmen Ausgleichzahlungen für Stillstandzeiten bzw. für Transportkosten zu.
  • Beim Einsatz der Erntearbeiten auf risikoreichen Standorten, erfolgt über die normale Praxis hinaus, zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer unter Verwendung der modern Kommunikationstechnik ( Handy/Email), zeitnah ständige Erreichbarkeit und klar und deutlich formulierte Weisungen mit Verantwortlichkeit.
  • Sollen Erntearbeiten auf risikoreichen Standorten durchgeführt werden, entscheidet der Auftraggeber über Unterbrechung oder Fortsetzung der Aufarbeitung und Rückung.
  • Um Planungssicherheit und um die Arbeiten bei möglichst optimaler Witterung durchzuführen zu können, sind Holzernte und Rückearbeiten frühzeitig zu vereinbaren und zu erteilen.
  • Es wird empfohlen ggfs. Zwischenlager zur Sicherstellung und Vertragserfüllung der Holzindustrie einzurichten.


KWF-Bodenschutztage,
Dierdorf, den 29. September 2010.

Schauen Sie sich hier die Tabelle für die Angebotsabfrage des Maschineneinsatzes an.

Hier erhalten Sie weitere Informationen über Qualitätssicherung und Bodenschutz.




KWF Thementage Bodenschutz

Dierdorf (Rheinland-Pfalz)
am 29. und 30. September 2010 (Mittwoch und Donnerstag)

Lesen Sie hier den Artikel Bodenschutztage in Dierdorf.

Laden Sie sich die Firmenpräsentation der Bodenschutztage in Dierdorf runter.

Thema: "Bodenschonung beim Forstmaschineneinsatz in der Holzernte"
Mehr Informationen.

Laden Sie sich hier den Flyer Bodenschutztage runter mit Informationen zu Anfahrt, Preise, Programm und Anmeldung.




PEFC CoC-Seminar

in Hannover, Kronsberg-Hotel (30539 Hannover, Gut Kronsberg 1)
am Samstag den 25. September 2010 um 10 Uhr.

Am Messeschnellweg hinter der ARAL-Tankstelle, Ostseite.

www.kronsberg.bestwestern.de
siehe: Lage / Umfeld

Dieses Seminar ist eine Pflichtveranstaltung für alle Teilnehmer an dem CoC-Rahmenvertrag nach PEFC des Deutschen Forstunternehmer Verbandes und der LGA-InterCert.




FORST live Nord

Hermannsburg
Freitag 10. bis Sonntag 12. September 2010 von 9 bis 17:30 Uhr






Einladung zur Mitgliederversammlung

am Freitag, den 9. April 2010 um 14:00 Uhr in Rheinböllen, Landhaus Ebert
(Nähe BAB A 61 - AS Rheinböllen).

Tagesordnung :
  • 1. Begrüßung : Reinhard Michel, Vorsitzender
  • 2. Vorstellung einer Unfalltasche und einer Notfall-Wanne für Forstspezial- und Transportfahrzeuge.
    Herbert Rutterschmidt, Fa. Mci-marketing
  • 3. Bericht über den aktuellen Stand der Windwurfaufarbeitung.
    Vorstand FUV und LFV RLP
  • 4. Erläuterung zur AGB-Forst und zur Rückeliste (s. Rundschreiben 3/2010)
    Jürgen Weis, Landesforsten Rheinland-Pfalz, Ref. Technische Produktion. - Diskussion
  • 5. Interner Teil – Verbandsangelegenheiten, u.a. KWF-Bodenschutztagung
  • 6. Verschiedenes
Gäste sind herzlich willkommen.

Mit freundlichen Grüßen

Der geschäftsführende Vorstand
Reinhard Michel, Vorsitzender




Pressemitteilung Nr. 1 / 2010 vom 08.01.2010

Gute fachliche Praxis in deutschen Forstunternehmen

Auf Beschluss des DFUV-Gesamtvorstandes vom 5. Dez. 2009 verlangt der Bundesverband die Berücksichtigung der aufgelisteten Punkte durch alle Akteure, um zu einem fairen Miteinander zu gelangen. Ein gut geführtes Forstunternehmen setzt ordentliche und faire Rahmenbedingungen voraus. Diese zu gewährleisten, ist der Waldbesitz und die übrige Auftraggeberseite, sowie der Gesetzgeber und die Gesellschaft mit in der Verantwortung.

Das gute Forstunternehmen:
  • Ist als Unternehmen nach dem geltenden Recht als Gewerbebetrieb registriert,
  • hat eine kompetente und qualifizierte Unternehmensführung,
  • ist zuverlässig und leistungsstark,
  • beschäftigt qualifiziertes Personal und zahlt leistungsgerechte Tariflöhne,
  • verfügt über die geeignete Ausrüstung an Geräten und Maschinen,
  • schließt längerfristige Arbeitsverträgen mit seinem Fachpersonal,
  • verfügt über die geeignete Ausrüstung an Maschinen und Geräten,
  • bietet verlässliche Harvestervermessung als Standard an,
  • räumt dem Boden- und Bestandesschutz höchste Priorität ein,
  • achtet und schont die Z-Baum-Auslese,
  • hat eine ausreichende Kapitalausstattung,
  • arbeitet mit eigenem Qualitätsmanagementsystem,
  • organisiert Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz,
  • schafft Aus- und Fortbildung im eigenen Betrieb,
  • ist Mitglied in einem anerkannten Berufsverband.

Der gute Auftraggeber:
  • Beauftragt nur als Gewerbebetrieb registrierte Forstunternehmen,
  • setzt nur Betriebe ein, die über ein von PEFC bzw. FSC anerkanntes Unternehmenszertifikat verfügen,
  • bevorzugt die in der Region ansässigen Betriebe und nutzt deren örtliche Kenntnis und Erfahrung,
  • vergibt langfristige Aufträge mit klaren Auftragsbeschreibungen zu fair kalkulierten Preisen,
  • zahlt zeitnah für die vereinbarte Leistung ohne Abzug,
  • schafft Planungssicherheit für die Betriebe der Region,
  • unterstützt die Aus- und Fortbildung seiner Auftragnehmer ideell und praktisch, räumt Sonderregelungen für Ausbildungsbetriebe ein, analog den Quoten für Frauen und Schwerbehinderten.

Der Gesetzgeber:
  • Hat Gesetze und Rechtsnormen so konkretisiert, dass sie Sicherheit und
  • Gesundheitsschutz bei der Waldarbeit konsequent einfordern,
  • definiert klare Regelungen für die Aus- und Fortbildung und Qualifizierung,
  • stattet Aufsichtsorgane in erforderlichem Umfang mit Mitteln und Personal aus, dass sie
  • Kontrolle der geltenden Normen umfassend üben können,
  • unterstützt Waldbesitzer, mit Mitteln aus EU-, Bundes- und Länderhaushalten finanziell,
  • wenn sie nicht gegen soziale und ökologische Wertmaßstäbe verstoßen und nur
  • Fachbetriebe mit Tarifbindung als Dienstleister einsetzen.

Die Öffentlichkeit:
  • Sollte durch die Arbeit der Berufsverbände und dem Wirken jedes einzelnen Unternehmers
  • für die Bedeutung der Waldbewirtschaftung sensibilisiert werden,
  • berücksichtigt als Kunde von Waldprodukten, dass diese unter ökologischen und sozial
  • verträglichen Bedingungen erzeugt werden (z.B. PEFC/FSC),
  • wirkt über gesellschaftliche Interessenvertretungen darauf hin, dass Kriterien sozial
  • angemessener Waldarbeit in allen Forstbetrieben eingefordert werden.

Kontakt :
Deutscher Forstunternehmer Verband e.V.
Tiefe Straße 11
29323 Wietze

Telefon: 0 51 46 - 16 55
Fax: 0 51 46 – 87 79
E-Mail: info@forstunternehmer.org